Susi Nitzsche gewinnt deutsche akademische Meisterschaft
Wenn zehn Damen gleichzeitig zum Telefon greifen und freudig
erregt in den Hörer schreien "Wir sind deutscher Meister!" ist etwas ganz Besonderes passiert. So geschehen bei der deutschen Volleyball-Hochschulmeisterschaft in Berlin, bei der sich die Technische Universität Chemnitz den ersten Platz und damit die Teilnahme an der Europameisterschaft 2011 sicherte. "Der Wahnsinn. Im dritten Anlauf haben wir es endlich geschafft", jubelte eine überglückliche Susann Nitzsche über den Triumph im Hallenvolleyball.
Bei den ersten beiden Anläufen war das TU-Team nicht über den vierten beziehungsweise fünften Rang hinausgekommen. Es sollte der letzte Versuch unternommen werden, sich doch noch die Krone im Hochschul-Volleyball aufzusetzen. "Einige Mädels befinden sich in den letzten Zügen ihres Studiums und wären nächstes Jahr wohl nicht mehr immatrikuliert gewesen. Wir mussten einfach gewinnen", sagte Trainer Andreas Urmann lachend. Zur Mannschaft gehören Susann Nitzsche (10) und Christin Hölzel. Beide spielen jetzt außerhalb von Chemnitz, aber für sie sei es ein Bedürfnis gewesen, ihre Studienkolleginnen
zu unterstützen. "Das ist doch selbstverständlich. Wir haben es beide so oft versucht. Aber mit diesen Team musste es einfach klappen", sind sich die Ex-Kängurus einig.
Nitzsche, die jetzt in Österreich lebt, hat einen Deutschlandbesuch dazu genutzt, um nach einem Sieg bei der deutschen Hochschulmeisterschaft im Beachvolleyball auch die Hallenvariante zu gewinnen. "Die Stimmung bei der Europameisterschaft muss mein Team einfach mal erleben. Dafür wollte ich helfen." In der Vorrunde wurden
die Uni Rostock, die Wettkampfgemeinschaften aus Mainz und Stuttgart vom Parkett gefegt, ehe im Halbfinale mit Berlin ein harter Brocken gegenüberstand. "Es war unser schwerstes Spiel. Den ersten Satz haben wir abgegeben, aber uns
dennoch stark im Tiebreak durchgesetzt", resümierte Trainer Urmann. Das Finale gegen Köln wurde in zwei Sätzen (26:24, 25:16) gewonnen. Jetzt kann Urmann für die EM in Serbien im nächsten Jahr planen.















